Kunsttherapie? Gestaltungstherapie

Ich bevorzuge die Berufsbezeichnung «Gestaltungstherapeutin», hatte es mir aber gegen Ende meiner Arbeitszeit angewöhnt, aus berufspolitischen Gründen «Kunsttherapeutin» zu sagen, wenn ich danach gefragt wurde.

In meinem Diplom steht, dass ich mich Kunst-, Mal- und Gestaltungstherapeutin nennen kann.


«Gestaltung» bedeutet für mich etwas Handfestes, «Kunst» etwas Abstraktes.

Bei der Gestaltungstherapie (malen, zeichnen, plastizieren, formen, schreiben) geht es darum, einen eigenen Ausdruck zu finden, mit Hilfe von allen möglichen Materialien oder Medien.

In der Therapie ist dabei der Gestaltungsprozess, der Entstehungsweg ebenso wichtig, wie das Endresultat, das Werk selbst.


Folgende Informationen sind aus Wikipedia

Gestaltungstherapie

Tiefenpsychologischer Ansatz
Es geht um die Ursachen von psychischen Störungen, um innere Prozesse. Um Selbsterfahrungen, sinnliche Auseinandersetzungen mit dem Material und letztlich um Bewusstheit.

Kunsttherapie

Lösungsorientierter Ansatz
Es geht um die Ursachen der Gesundheit (Salutogenese).
Um innere und äussere Bilder, dargestellt mit Medien der bildenden Kunst: malen, zeichnen, plastisch-skulptural.




Geschichtliches

2002
7 Fachverbände schlossen sich zu einem Dachverband zusammen: KSKV/CASAT

2011
Durch das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) wurde die Höhere Fachprüfung (HFP) und das Eidgenössische Diplom (ED) genehmigt.

«Dipl. Kunsttherapeutin» wurde zum anerkannten Titel und beinhaltet 5 Fachrichtungen:
– Bewegungs- und Tanztherapie
– Drama- und Sprachtherapie
– Gestaltungs- und Maltherapie
– Intermediale Therapie
– Musiktherapie

Kunsttherapeutische Triade

Der Unterschied zu anderen Therapieformen ist, dass mit einem «Werk», einem künstlerischen Medium, das von Patient/in, Klient/in in einem geschützten Therapieraum geschaffen und gestaltet wird, gearbeitet werden kann.

Ich schliesse die Augen, um zu sehen. Paul Gaugin